Von Straßburg gings über die A35 nach Colmar. Auch dort war der erste Camperplatz komplett ausgebucht, reservierten aber dann für den zweiten Tag. So standen wir eine Nacht stadtnahe auf einem Stellplatz mit kurzem Weg in die Innenstadt. Colmar, fast wie eine verwunschene Stadt. In der Innenstadt ist viel von der mittelalterlichen Bausubstanz liebevolle erhalten worden. Auch hier wird das Innenstadtbild stark von zwei großen Kirchen geprägt; St. Mathieu, früher einmal katholisch, dann evangelisch und unter Ludwig XIV. dann durch eine Erweiterung in einen evangelischen und einen katholischen Teil gemischt genutzt und anderseits St. Martin, eine katholische Kirche von den Bettelmönchen der Dominikaner von 1235 – 1365 erbaut, gilt als Hauptwerk gotischer Baukunst im Elsass. Mit ihren gewaltigen Kirchenschiffen überragen sie die Innenstadt und prägen so das Stadtbild.

Anziehungspunkt der vielen Touristen sind die Häuserszenarien des Gerberviertels und des Klein – Venedig, dazwischen die Markthalle mit einem Restaurant am Wasser, runden das Bild ab. Die Straßen und Häuser sind alle sehr gut erhalten und gepflegt und locken viele Touristen an, die die vielen kleinen Restaurants zum Verweilen nutzen, in diesem Kleinod der Geschichte.

Eine Radtour durch die Weinberge in der Umgebung Colmar’s führte uns nach Eguisheim, südlich von Colmar gelegen. Zu unserer Überraschung war der Ort voller Touristen. Wie wir feststellten, bildet das Dorf Eguisheim (schönstes Dorf Frankreichs 2003) das Zentrum des Weinanbaugebietes rund um Colmar. Dieses mittelalterliche Dorf gefällt durch seine einzigartige Architektur, seinen Blumenreichtum; typisch elsässisch mit den alten Gebäuden und ihren Spitzdächern, bunten Farben sowie Fachwerkfassaden. Ein Muss auf jeder Reise ins Elsass.

Campingplatz: 1. Tag Campingstellplatz direkt an der Innenstadt ohne jegliche Infrastruktur; 2 Tag: Camping de I’ll – Colmar, direkt an der I’ll, laut, weil auf der anderen Seite der I’ll eine viel befahrene Straße vorbeiführt, sehr freundliches Personal, sehr guter Fahrradweg in die Weingebiete an der I’ll entlang, WLAN langsam, Sanitäranlagen ok, Restaurant nicht in Betrieb, Schwimmingpool am Platz

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