Nach 264 km erreichten wir Beaune; es gilt als das Zentrum des Weinanbaugebietes Burgund. Neben dem tollen Weinanbaugebiet (Route des Grand Crux) hat es hat aber noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie z.B. die gut erhaltene Stadtmauer, die mit 2,5 km Länge noch fast die gesamte historische Altstadt umschließt, die riesige Basilika und das Hotel Dieu (Hospices De Beaune).
Die alte Stadtmauer mit seinen Türmen, Bastionen und den Überresten der Burg lädt zu einem kleinen Spaziergang rund um die Altstadt ein, informiert über den Bau und bietet einen Blick über die Weinberge der Cote de Beaune.



Die Stiftsbasilika Notre Dame aus dem 12. Jh. ist eine der letzten romanischen Kirchen des Burgunds und beherbergt eine schwarze Madonna. Zum Ursprung mit cluniazenischer Inspiration kamen mit der Zeit Ergänzungen aus der Gotik und Renaissance. Vom Vorplatz hat man einen Blick auf Maison de Colombier, dessen Treppenstufen und Erker aus dem 16. Jh. stammen.


Das Hotel Dieu (Hospices de Beaune) gilt als Juwel gotischer Flamboyant-Architektur, das seit seiner Gründung im Jahr 1443 perfekt erhalten ist (Restaurierung im 19. Jh.). Seine bunten Dächer in den Farben Burgunds sind weltbekannt. Aber das mittelalterliche Krankenhaus bietet viel mehr Schätze, wie den großen Armensaal, seine Apotheke und den berühmten Weltgerichtsaltar. Der Besuch dieses Weltkulturerbes ist ein “Muss” beim Besuch von Beaune. Von Nicolas Rolin (Kanzler und Jurist des Königs von Burgund) und seiner Frau 1443 gestiftet (alle Einzelheiten des Bau’s und des Betriebes wurden in einer Stiftungsakte festgelegt), wollten sie mit diesem Krankenhaus der verarmten Bevölkerung etwas zurückgeben. Alle Bedürftigen wurden kostenlos behandelt. Doch bald zeigte sich, dass das geplante Stiftungsvermögen nicht ausreichte. Nach dem König Philipp der Gute auch Spenden erlaubte, fand das Krankenhaus spendierfreudige Gönner, um die Behandlung aller bedürftigen fortführen zu können. Das Krankenhaus hat über 500 Jahre bis in die 1960 – Jahre Kranke behandelt. Noch heute besitzt die Stiftung 60 ha Weinberge in Spitzenlagen, deren Weine einmal im Jahr im Hotel Dieu zu Gunsten der Stiftung versteigert werden.



Eine Radtour durch die Weinberge auf der Route des Grand Crux zeigte uns das Ausmaß des Weinanbaugebiets. Auch im Burgund hat die Weinlese begonnen, teils noch per Hand , aber auch vollautomatische Maschinen sind im Einsatz. Ein Regenschauer nutzten wir zu einem Mittagessen in dem Weindorf Meursault. Ein nettes Lokal mit nettem Personal. Nach dem guten Mittagessen mit einem Schoppen Wein setzten wir die Tour fort.



Campingplatz: Camping Les Cent Vignes, 1,5 km ausserhalb der Altstadt, WLAN langsam, Sanitäranlagen ok, kein Kiosk oder Restaurant